Manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage wird nach Dr. Földi ausgeführt. Das Lymphgefäßsystem wird in vier funktionelle Abschnitte gegliedert:

  • Lymphbildung in den Blutkapillaren, Interstitium (Binde- bzw Zwischengewebe) und Lymphkapillaren
  • Lymphtransport durch die Lymphkollektoren
  • Lymphkonzentration und Filtration in den Lymphknoten
  • Weitertransport der Lymphe durch die Lymphstämme in die Blutbahn.

Aus der Gewebeflüssigkeit, welche in die Initialen Lymphgefäße (Lymphkapillaren) eintritt, entsteht die Lymphe. Aus den Lymphkapillaren gelangt die Lymphe in die Lymphkollektoren. Diese befördern die Lymphe in die regionalen Lymphknoten. Durch die Pulstation der Lymphgefäßwände wird die Lymphströmung überhaupt ermöglicht. Die Lymphknoten haben eine Funktion in der Immunabwehr und sind wichtige Bestandteile des Lymphgefäßsystems. Die Zusammensetzung der Lymphe verändert sich durch die Passage mehrerer Lymphknotenstationen erheblich, bis sie schließlich durch die Lymphstämme die Venenwinkel erreicht und der Blutbahn zurückgeführt wird.

Die Lymphbildung und der Lymphtransport (oder beide gleichzeitig) können im Krankheitsfall beeinträchtigt werden. Es kommt zum Rückstau einer eiweißreichen Flüssigkeit im Gewebe; ein Lymphödem oder eine Flüssigkeitsansammlung in Körperhöhlen entsteht. Die eiweißreiche Flüssigkeitsansammlung im Gewebe führt zur Veränderung der Grundsubstanz, der Zellbevölkerung und zu vermehrten Fasernbildung.

Das Lymphödem ist ein chronisches Krankheitsbild der Haut, des Unterhautgewebes und auch innerer Organe. Ein nicht behandeltes Ödem schreitet voran. Es tritt an allen Körperregionen auf. Die Gliedmaßen sind jedoch am meisten betroffen.

Ein Lymphödem kann auch in Kombination mit einer anderen Krankheit auftreten, z.B. Venenerkrankung (Phlebo-Lymphödem), Fettsucht (Lipo-Lymphödem) u.a.

Von einem primären Lymphödem spricht man, wenn es angeboren ist oder sich erst im Laufe des Lebens gefestigt hat.

Beim sekundären Lymphödem können verschiedene Schädigungen des Lymphgefäßsystems die Ursache sein. Am häufigsten treten die sekundären Lymphödeme nach therapeutischen Maßnahmen einer Krebserkrankung auf. In den Tropen kann eine Infektion (Filariosen) zum sekundären Lymphödem führen.

Das Lymphödem verläuft in folgenden Stadien:

  • Latenzstadium: Nach Krebsbehandlung, noch keine Schwellung, Funktion der Lymphgefäße gestört. Dieses Stadium kann lebenslang andauern oder nach wenigen Monaten oder Jahren zum Lymphödem führen.
  • Stadium I: Das Ödem ist weich und hinterlässt eine Delle.
  • Stadium II: Zunehmende Verhärtung und Fettablagerung
  • Stadium III: Ausgeprägte Verhärtung, Elephantiasis

Die Therapie des Lymphödems ist die komplexe physikalische Entstauungstherapie. Diese besteht aus:

  • manueller Lymphdrainage
  • Kompressionsbandagen
  • Bewegungstherapie
  • Hautpflege (zur Vorbeugung von Wundrosen)

Die komplexe physikalische Entstauungstherapie wird in zwei Phasen ausgeführt:
Phase I: Entstauung
Phase II: Erhaltung bzw. Therapieerfolg optimieren. In dieser Phase kommt anstelle der Kompressionsbandagen ein maßgeschneiderter Stützstrumpf zum Einsatz (bei Arm- bzw. Beinödemen).

Vorsichtsmaßnahmen bei Lymphödemen

  • Tropische Länder meiden: feuchte Wärme kann schädlich sein, trockene Wärme schadet nicht.
  • Mückenplage vermeiden
  • Gebrauch von Hautpflegemittel (evtl. Antibiotika) zur Vorbeugung von Wundrosen
  • Vermeiden von langem Sitzen oder Stehen
  • keine körperliche Überanstrengung
  • Sonnenbrand vermeiden

weitere Informationen unter www.foeldiklinik.de oder www.lymphdrainage-verband.ch

Aktuelles

Wir wünschen einen gesunden Start in´s Jahr 2018!


Terminvereinbarung

Telefonische Terminvereinbarung Montag bis Freitag
von 08:30 bis 12:00 Uhr und
von 14:00 bis 18:00 Uhr unter
06201-8731960.

physioMed Weinheim

Waidallee 2/1
69469 Weinheim
Tel.: 06201-8731960
Fax: 06201-8460921
E-Mail:
info@physiomed-weinheim.de
Wegbeschreibung


Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
07:00 Uhr bis 21:00 Uhr
samstags nach Vereinbarung